Ich bin Bettina, 28 Jahre alt und lebe mit meinem Mann in einem kleinen, ländlichen Ort in der Nähe von Stuttgart. Schon seit ich klein bin, habe ich mir von ganzem Herzen einen eigenen Hund gewünscht. Doch diesen Wunsch haben mir meine Eltern  leider nicht erfüllt. Stattdessen hatten sie die Idee, ich solle doch im Nachbarort ins Tierheim gehen, denn dort kann man nachmittags mit den Hunden spazieren gehen. Dadurch würde sich dann auch zeigen, wie lang die Motivation anhalten würde, jeden Tag - bei Wind und Wetter -  mit den Hunden spazieren zu gehen.

 

Die Motivation hielt lange an ;-) Ich bin viele Jahre im Tierheim gewesen.. als ich noch kleiner war mit meiner Mama, später allein. Bis mir dann leider die Zeit dafür gefehlt hat und der Einstieg ins Berufsleben anstand.


Durch den täglichen Kontakt zu vielen verschiedenen Hunden mit unterschiedlichen Charakteren habe ich schon früh ein ganz gutes Gefühl für Hunde bekommen. Zu sehen, wie sich Hunde, die zum Teil sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben weiterentwickeln, neues Vertrauen fassen und ihr Happy end in einer neuen Familie finden ist einfach schön. Und ich habe dadurch natürlich eine noch größere Liebe zu den Fellnasen entwickelt. Der Wunsch nach einem eigenen Hund wurde dadurch noch viel größer. Er sollte sich aber erst viel später erfüllen. Erst im November 2017 wurde ich stolze Hundemama von unserem Kai-Uwe...

Das ist unser 4 Jahre alter Labrador-Mischling Kai-Uwe. Er wohnt seit dem 11.11.2017 bei uns und kommt ursprünglich aus dem spanischen Tierheim Dejan Huella in Andalusien.Die spanische Polizei hat ihn auf der Straße gefunden und im Tierheim abgegeben. Wie er auf der Straße gelandet ist, weiß man leider nicht. Mich würde es ja wirklich sehr interessieren, wie so ein toller Hund auf der Straße landen konnte..

 

So, unser Labrador heißt also tatsächlich Kai-Uwe ;-) Und ja, wir haben ihm diesen ungewöhnlichen Namen gegeben. Aber warum gibt man seinem Hund einen solchen Namen?  Es war einfach so, dass wir mal in der Werbung gehört haben, dass ein Hund so heißt. Irgendwie total schrullig aber andererseits so ungewöhnlich, dass wir das schon wieder lustig fanden. Dann haben wir uns gesagt "Wenn wir mal einen Hund haben werden und es ein Rüde sein sollte, dann werden wir ihn Kai-Uwe nennen." Und so haben wir das dann umgesetzt. 


Am Anfang war es zugegebenermaßen schon etwas seltsam laut "Kai-Uweeeee" über die Wiese zu rufen aber man hat sich schnell daran gewöhnt. Und da es in der Nachbarschaft schon einige Bobbys, Rockys und Balus gibt finden wir es gut, dass wir uns da abheben. Kai-Uwe war bisher wirklich überall einmalig und die meisten Leute finden den Namen auch ganz lustig.

 

Vom Charakter her ist Kai-Uwe einerseits typisch Labbi: Er liebt das Essen, möchte seinen Menschen gefallen und genießt den Familienanschluss. Kai-Uwe möchte immer mit dabei sein und genießt jede Art von Aufmerksamkeit und Zuwendung. Er saugt die Liebe richtig auf und ist ein anhängliches Kuschelmonster, das seine Liebe jeden Tag aktiv einfordert.

 

Andererseits ist er auch ganz Labbi-untypisch: Er erfrischt sich zwar gerne bis zum Bauch im Wasser (wahlweise auch gerne in einer schlammigen Pfütze oder einem stinkigen Tümpel) aber das reicht dann auch. Wenn das Wasser tiefer wird, wird es ihm unheimlich. Apportieren ist auch nicht sein Ding. Hoch motiviert habe ich in den ersten Wochen versucht, mit ihm zu spielen und ihn für’s Ball-Apportieren zu begeistern. Letztendlich war es aber immer so, dass der Ball über die Wiese flog und Kai-Uwe nach 2 freudigen Sprüngen in der Wiese stehen blieb und lieber Gras gegessen hat. Drei Mal dürft ihr raten, wer den Ball dann von der Wiese einsammeln durfte ;-)

 

Und Kai-Uwe ist seeeehr ruhig und gemütlich. Wenn es klingelt, bell er nicht und ist manchmal sogar zu bequem um aufzustehen und nachzuschauen, wer denn an der Tür ist. Ist ja auch soooooo bequem im Körbchen. Auch beim Spazieren ist er eher der Gemütliche. Mit anderen Hunden spielen und über die Wiesen rennen? Viel zu anstrengend...

Das ist unser ca. 5,5 Jahre alter Labrador Paul und er wohnt seit dem 26.01.2019 bei uns. Ursprünglich kommt er aus dem Nisipari-Shelter in Rumänien. Sein Besitzer dort brachte ihn zum Tierarzt, holte ihn aber leider nie wieder von da ab. So landete der süße Kerl  im  Tierheim. Ich finde es wirklich absolut unverständlich, wie man so einen tollen Hund einfach abgeben kann…


Paul hat einen ganz tollen Charakter. Er ist unglaublich anhänglich und liebesbedürftig. Für ihn ist es das Größte, sich ganz fest an seine Menschen zu kuscheln und stundenlang gestreichelt zu werden. Er bettelt jeden Tag förmlich um Aufmerksamkeit, in dem er sich vor einen hinsetzt und seinen dann Kopf ganz fest an die Beine drückt oder mit seiner Schnauze zwischen Armen oder Beinen hindurchschlüpft und einen zum Schmusen auffordert. Er kann es kaum aushalten, nicht gestreichelt zu werden. Außerdem ist Paul unglaublich anhänglich. Auch wenn er gerade zu später Stunde im Wohnzimmer im vermeintlichen Tiefschlaf liegt. Er ist sofort hellwach, sobald sich einer von uns beiden erhebt und tapst hinterher. Diese Verlustangst und das „Immer-dabei-sein-wollen“ kann natürlich unter anderem von seiner Vorgeschichte kommen.

 

Draußen kann Paul einfach nicht genug vom Apportieren bekommen. Egal, was über die Wieso fliegt.. Ob Ball, Beißhantel, Stöckchen oder ein Plüschi – Paul flitzt sofort in einem Affenzahn hinterher, bringt es zurück, legt es vor die Füße und kann es kaum abwarten, sein Spieli nochmal geworfen zu bekommen. Er ist ein richtig kleiner Apportier-Junkie :-)

 

Labbitypisch liebt Paul natürlich auch jede Art von Fressen. So ein Staubsauger wie Kai-Uwe ist er aber nicht. Und wenn er sich zwischen Schmuseeinheiten und Fressen entscheiden kann, zieht er immer das Kuscheln vor.