· 

Eingewöhnung in das neue Zuhause

Im November 2017 ist Kai-Uwe bei uns eingezogen. Wir haben uns insgesamt fast 2 Wochen Urlaub genommen, damit er sich bestmöglich bei uns eingewöhnen kann. Er hatte eine sehr lange Reise hinter sich und war über 24 Stunden lang im Transporter von Spanien nach Deutschland unterwegs. Die lange Fahrt merkte man ihm aber gar nicht an. Er war total aufweckt, aufgeschlossen und fröhlich. Ganz selbstverständlich ging er mit uns mit. Als hätte er ganz genau gespürt, dass wir seine neue Familie sind und jetzt ein neues Leben für ihn beginnt.

 

Als wir die Haustür aufschlossen und er das erste Mal in unser Haus gekommen ist, lief er ganz aufgeregt auf und ab, schnüffelte in allen Ecken und konnte kaum zur Ruhe kommen. Deshalb sind wir direkt mit ihm spazieren gegangen. Der erste Spaziergang im neuen Territorium mit neuen Gerüchen und neuen Hundebegegnungen war aufregend für ihn. Aber der Auslauf, die frische Luft und die Möglichkeit, sich zu erleichtern haben ihm sichtlich gut getan.

 

Wieder Zuhause angekommen haben wir Kai-Uwe sein Frühstück gegeben. Das Trockenfutter, das wir als kleine Probepackung gekauft hatten, schmeckte ihm gut.. So gut, dass der Napf nach ca. 15 Sekunden leer war. Wow.. der scheint ja hungrig zu sein.. Später sollten wir noch merken, dass es nicht nur der Hunger war sondern dass wir generell ein sehr gefräßiges neues Familienmitglied hatten ;-) Zufrieden legte sich Kai-Uwe nach seinem Frühstück im Wohnzimmer auf den Boden und fing an, seine Liebe und seine Streicheleinheiten einzufordern. Immer, wenn er sich hinlegt und man anfängt ihn zu streicheln, dann kippt er zur Seite um und möchte, dass man ihm das Bäuchlein krault. Von Tag 1 an bis heute. Schmusebär...

 

Am nächsten Tag wälzte er sich schon grummelnd und glücklich auf dem Wohnzimmerboden. Er schien schon jetzt wirklich gut in seinem neuen Zuhause angekommen zu sein. Und schon ab dem zweiten Tag fingen wir auch damit an, in kleinen Etappen das Alleinbleiben zu üben. Erst nur, indem wir kurz vor die Haustür gingen. Dann steigerten wir die Dauer langsam mit einem kurzen Gang zum fußläufig entfernten Bäcker, in den darauffolgenden Tagen wieder langsam mit einer Fahrt zum Einkaufen etc. Mit Kai-Uwe hatten wir wirklich großen Glück. Über unsere Petcam konnten wir beobachten, dass er sich offensichtlich wohl Zuhause fühlte. Er blieb ruhig, legte sich hin und machte die Augen zu und ging freudig an die Haustür, sobald er den Schlüssel im Schloss hörte.

 

Bevor Kai-Uwe zu uns kam, hatten wir ihm ein XXL Hundebett gekauft. Groß, weich, gemütlich.. Aber er traute sich nicht hinein. Er beschnupperte das Hundebett und legte sich dann daneben auf den Boden. Nach zwei Tagen legten wir ihm ein Leckerli in sein Bettchen und er setzte ganz vorsichtig die Vorderpfötchen hinein und ging dann aber gleich wieder raus. Vielleicht kannte er so etwas einfach noch nicht. 

Es dauerte einige Tage bis er verstanden hatte, dass das jetzt sein Bett ist. In den ersten Tagen, als er sich reingetraut hat, lag immer nur der halbe Hund im Bettchen. Wirklich ein lustiger Anblick. Entweder der Po hing zur Hälfte draußen oder der vordere Teil lag auf dem Boden.   Obwohl  sein  Bett  doch   riesig   war   :-)

Aber nach einer guten Woche lag Kai-Uwe dann immer komplett in seinem Bett und war wohl auf den Geschmack gekommen.

Seitdem findet man ihn in den unterschiedlichsten Positionen im Bettchen lümmelnd und er trägt immer seine Spielsachen dort rein…

 

Kai-Uwe hat es uns vom ersten Tag an wirklich leicht gemacht. Wir waren froh, dass er sich so schnell bei uns wohlgefühlt hat. Er war von Anfang an stubenrein, gibt im Haus keinen Ton von sich (nicht mal, wenn es klingelt) und hat nie versucht, seine Grenzen zu testen. Er hat nie versucht, aufs Sofa zu gehen und wartet nach einem Regenspaziergang geduldig vor der Haustür, bis alle Pfötchen abgetrocknet sind. Ok.. er hat sich in den ersten Wochen zwei, drei Mal etwas vom Tisch gemopst. Einzig und allein unser Fehler.. Bei einem Labbi sollte man einfach nichts Essbares auf Nasenhöhe auf dem Couchtisch stehen lassen, wenn man den Raum verlässt. Denn dann ist es einfach weg. Anfängerfehler ;-)

 

Kai-Uwe ist wirklich ein Traumhund. Ich frage mich immer wieder, wie so ein toller Hund auf der Straße landen konnte.. Irgendjemand hatte ihn ja wirklich toll erzogen. War er seiner Familie einfach zu groß geworden? Oder zu teuer? Haben sie ihn einfach ausgesetzt? Leider werden wir das nie erfahren…

 

Wie lief die Eingewöhnungszeit bei Euren Wauzis? Wie lief es bei Euren Tierheimhunden? Oder habt ihr einen Welpe? Das ist sicher nochmal eine besondere aber auch eine besonders schöne Herausforderung.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0