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Urlaub mit Hund: Zillertal

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Wir waren über ein langes Wochenende im Februar mit unseren beiden Fellnasen im Zillertal in Österreich.

 

Zum Wandern war es etwas schwierig, Wege zu finden. Das lag aber nur daran, dass es wenige Tage vorher stolze 2 Meter Neuschnee gegeben hatte und die meisten Wanderwege nicht geräumt waren. Das ist aber einfach nur ein Luxusproblem, denn dieses Winterwonderland war wirklich traumhaft. Es hatte sehr viel Schnee, die Straßen waren aber frei und wir hatten an allen 4 Tagen von morgens bis abends blauen Himmel und Sonnenschein bei bis zu 12 Grad. Trotz der milden Temperaturen lag aber sehr viel Schnee. Absolutes Kaiserwetter und ein Traum für Kai-Uwe und Paul, die pausenlos übermütig durch den Schnee geflitzt sind :-)


Wanderideen

Wir sind dann einfach nach Gmünd/Gerlos gefahren und waren dort im Tal wandern. Außerdem waren wir noch an Durlaßbodener Stausee, dort gab es umliegend auch einige freie Wanderwege. Im Sommer sieht es da sicherlich etwas vielseitiger aus ;-)

 

Außerdem gibt es auch einige tolle Winter-Rundwanderwege, die man von Bergstationen aus machen kann. Wir wollten zum Beispiel den Winterwanderweg Ahorn laufen, der führt vorbei an tollen Aussichtsplattformen und vorbei am Iglu Dorf White Lounge. Startpunkt dafür ist die Fahrt mit der Ahornbahn auf den Berg. Allerdings besteht dort leider eine Maulkorbpflicht für größere Hunde. Da unsere beiden noch nie einen Maulkorb tragen mussten, wollten wir ihnen das so spontan nicht antun und haben uns für die Wege im Tal rund um Gerlos entschieden.

 

Es gibt auch vom Gasthaus Mösl (auf 1.400m) am Schwendberg eine wunderschöne Wanderung zur Schießtl’s Sunnalm. Aufgrund der Erfahrung mit der Maulkorbpflicht an der Ahornbahn, sind wir aber gar nicht erst zum Schwendberg gefahren. Kann natürlich auch sein, dass dort Hunde ohne Maulkorb in die Bahn dürfen. Ein Maulkorb ist nicht pauschal bei jeder Bergbahn Pflicht. Aber die Zeit für die Fahrt weiter zum Schwendberg wollten wir uns dann einfach sparen und lieber in eine schöne Wanderung in Gerlos investieren.

 

Wenn ihr schon einen Maulkorb für Euren Hund habt und er dran gewöhnt ist, könnt ihr ja diese zwei Winterwanderungen machen. Die Beschreibung der Wege klang wirklich toll. Falls ihr Eurem Hund auch keinen Maulkorb anlegen möchtet, bleibt einfach im Tal und nutzt die schönen Wanderwege rund um Gerlos. Solltet ihr im Sommer in der Gegend ein, stehen Euch sicher noch ganz viele andere tolle Wege offen.


Unsere Unterkunft

Untergekommen sind wir für das lange Wochenende auf der Heidi Alm – einer süßen Hütte in Alleinlage auf 1.380 Metern auf dem Gerlosberg mit wunderschönem Ausblick. Sie ist das vorletzte Haus der Straße und dadurch fährt fast nie ein Auto vorbei. Gerade mit Hund empfanden wir das als sehr angenehm, denn man konnte einfach die Tür aufmachen und die Hunde laufen lassen. Wichtig: Solltet ihr die Hütte im Winter buchen denkt daran: Ohne Schneeketten kann man sie auf keinen Fall erreichen, wenn die Straßen nicht frei sind.

 

Die Hütte können wir als Unterkunft definitiv empfehlen – wobei man sagen muss, dass sie für zwei Personen etwas überdimensioniert ist. Denn eigentlich gibt es 3 Schlafzimmer, sodass bis zu 6 Personen unterkommen können. Da wir für Februar im Zillertal absolut keine vergleichbare Unterkunft gefunden haben, in der auch zwei Hunde erlaubt sind, haben wir diese Hütte für uns alleine gebucht.


Die Hütte hat eine gemütliche Stube, eine separate Küche mit großem Essbereich, ein großes Bad mit Dusche und ein separates WC. Im Eingangsbereich waren sogar 2 Futternäpfe bereitgestanden, was uns total gefreut hat. Die gesamte Hütte ist liebevoll im „Hüttenstil“ eingerichtet und sehr gemütlich. Der Check-In erfolgt im Rahmen eines persönlichen Treffens mit dem Hüttenwirt, bei dem zusätzlich zur Hüttenmiete die Kurtaxe von 1.80 p. P. am Tag  und 8 Euro pro Tag für den Hund bezahlt werden müssen. Aufgrund negativer Erfahrungen möchte der Hüttenwirt 100 Euro in bar als Kaution hinterlegt haben, die bei Abreise wieder zurückgegeben werden. Für uns ist so etwas gar kein Problem. Vorallem, wenn man bereits einige schlechte Erfahrungen gesammelt hat, finde ich das absolut gerechtfertigt. Wir haben uns sonntags um 9 zur Übergabe in der Hütte getroffen und die Kaution direkt wieder bekommen. Der Check-Out hat auch nur 5 Minuten gedauert, das war wirklich sehr unkompliziert.

 

Lediglich 2 kleine Mankos hat die schöne Hüte: Handtücher (auch Geschirrtücher) müssen selbst mitgebracht werden. Seife/Shampoo und/oder Duschgel gab es keines. Von unseren bisherigen Unterkünften kennen wir das einfach anders.. Wahrscheinlich sagen die meisten von euch, das ist jetzt „Jammern auf hohem Niveau“ ;-) Und WLAN gibt es in der Hütte auch nicht. Wobei man das bei dem Ausblick und den Wandermöglichkeiten auch nicht unbedingt vermisst :-)

3 Minuten Fußweg von der Hüte entfernt gibt es eine Jausenstation (kleines Restaurant), die dann letztendlich das letzte Haus in der Straße ist. Dort kann man bis 18 Uhr wirklich gemütlich essen. Es gibt ein paar Kleinigkeiten wie ein Jausenbrett, warme Würste oder aber auch Kaiserschmarren und hausgemachte Kuchen oder (auf Vorbestellung) hausgemachte Käsespätzle oder Schnitzel. Wir haben einmal Käsespätzle vorbestellt und einmal das Jausenbrett, die Würste und Kaiserschmarren gegessen – alle Gerichte waren wirklich lecker. Die Milchkühe stehen direkt nebenan und man weiß einfach, wo das Essen herkommt – von glücklichen Hühnern und Kühen. Das schmeckt es gleich noch viel besser. Und noch dazu hat man draußen wirklich einen wunderschönen Blick auf die umliegenden Berge.


 Das ist das Jausenstüberl Astachhof:

 

Hier geht es zum Astachhof

 

Falls Euch die Bilder der Heidi Alm gefallen haben, könnt ihr die Hütte über diesen Link buchen:

 

Hier geht es zur Heidi Alm

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